Tier und Seele – ad 3

Karl Christian Friedrich Krause (1741-1832) ist der erste Philosoph, der ein Tierrechtssystem artikulierte. Ausgangspunkt seiner Philosophie ist der Glaube an die Integration von Mensch und Tier in einer Welt, die von Gott durchzogen ist (ähnlich Herder, Schleiermacher und die Neoplatoniker). Das Tier erhält bei Krause zunächst den selben Status wie der Mensch, den des lebenden, selbst bestimmten und selbst erkennenden Wesens. Die Einbettung der Tiere in das göttliche Weltgefüge macht sich nach Krause derart bemerkbar, dass Gott ihnen unmittelbar als „liebende, erbarmende, vorsorgende, rettende Vorsehung“ gegenwärtig ist.

Edward Hicks © Wikipedia

Der zentrale Gedanke des Naturwissenschaftlers und Philosophen Johann Gottfried Herder (1744-1803) zur Beziehung zwischen Mensch und Tier basiert auf dem Glauben an eine Analogie unter den Geschöpfen. Alle Lebewesen sind nach Herder in Körperbau und Lebensvorgängen, anatomisch und physiologisch, ähnlich und nach einem Prototyp gebildet. Alle Arten von Lebewesen sollen nicht gleichzeitig, sondern vielmehr stufenweise erschaffen sein. Eine bestehende Art ist also die Existenzgrundlage für die nächste, sodass die Lebewesen aufeinander aufbauen. (siehe „Der Evolution letzte „Weisheit“)

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Fortsetzung folgt

Author: Über die Klugheit der Tiere

Nach langen Wanderungen auf den Jakobswegen (siehe www.jakobsweg-der-freude.info) bin ich jetzt „Anwalt“ kluger Tiere – und am besten fühle ich mich als Teil der Natur...

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