Den Ursprung ermitteln (Genealogeō) 

Wir zitieren – „Jugendbuch by Salem Edition“:

„Nach derzeitiger Erkenntnis entstand unsere Erde (mit Sonne und Planeten) vor etwa 4,6 Milliarden Jahren – als „..glühender Feuerball“. Nachdem die Erde abkühlte, bildete sich Wasser; Meere entstanden. Darin entwickelten sich vor etwa 3,8 Milliarden Jahren erste „Lebewesen“, zunächst in Form einfachster Bakterien. Diese produzierten Sauerstoff, der bislang fehlte – den aber alles Leben benötigt.“

Quelle: „Das erste Spielzeug  – und wie haben Menschen sprechen gelernt“ – ©SalemEdition

Eine weitere Basis für alles Leben auf der Erde sind Elemente im Sinne der antiken Philosophie: Luft, Erde, Wasser und Feuer. Beim Element Feuer und seiner Handhabung durch den Menschen öffnete sich zum ersten Mal die „Schere“. Aber wann das war, darüber kann nur spekuliert werden (siehe unter Altsteinzeit).

Um deutlich zu machen, wer mit wem im Tierreich verwandt ist, haben Forscher vor vielen Jahren begonnen, die Tiere in Gruppen einzuordnen. „Primaten“ (lat. die Ersten) sind dem Tertiär vor etwa 65 Mio. Jahren zugeordnet und werden in zwei Gruppen unterteilt: Feuchtnasenaffen (hierzu gehören Lemuren) und Trockennasenaffen bzw. Menschenaffen.

Zu den Primaten zählt auch der Mensch…

Wie viel Mensch steckt im Tier?

…fragt ein Magazin – und fährt fort:

„Ein Blick in die Seele unserer Mitgeschöpfe: haben Tiere eine Persönlichkeit – sind sie sich ihrer selbst bewusst? Immer mehr finden Forscher über ihre erstaunlichen Fähigkeiten heraus, und immer mehr setzt sich eine Erkenntnis durch:

Tiere sind uns weitaus ähnlicher, als wir lange Zeit dachten.“

Vielleicht ist es auch „umgekehrt“…

Je tiefer wir in diese Diskussion einsteigen, desto brennender wird die Frage: Wann begann die Geschichte des Menschen? Oder – anders ausgedrückt: wann „trennte“ sich der Mensch von der Tierwelt? Dazu Heiner Müller-Elsner bei geolino.de:

 „Die Frage kann nicht abschließend beantwortet werden. Sicher ist, dass unsere frühen Ahnen in Afrika lebten und gemeinsame Vorfahren mit den Affen hatten. Die ältesten menschlichen Schädel, die Forscher bislang entdeckt haben, sind rund sieben Millionen Jahre alt und wurden im Tschad, in Zentralafrika, gefunden.“

(https://www.geo.de/geolino/mensch/9293-rtkl-geschichte-die-evolution-des-menschen)

Anzunehmen, dass sich der Mensch zu diesem Zeitpunkt nicht vom Tier unterschieden hat. Aber wann und wie begann die „Schere“ sich zu öffnen?

Ad drei: Der intelligente Papagei

Bei yahoo.com/Moritz Piehler lese ich:

„Lange wurden Vogelarten bei der Intelligenz-Rangliste etwas vernachlässigt. Doch dann fand man heraus, dass sie wie Menschen über ein zweigeteiltes Gehirn verfügen, das ihnen ermöglicht, unterschiedliche Informationen parallel zu verarbeiten. So entspricht die Intelligenz vieler Papageien und Rabenvögel etwa der eines vierjährigen Kindes.“

Es gelingt ihnen, Aufgaben zu lösen, die aufeinanderfolgende Schritte benötigen; so können Kakadus Schrauben drehen oder Bolzen entfernen, um einen Kasten zu öffnen.

Der „Star“ unter den  Graupapageien war Alex; er konnte nicht nur einzelne Wörter oder Sätze sprechen, sondern auch die menschliche Stimme nachmachen. Wenn er keine Lust mehr am Lernen hatte, krächzte er: „Ich will jetzt weg.“ Hatte sein Herrchen irgendwelche persönlichen Probleme, erkannte er das und sagte: „Das tut mir leid“.

Fazit

… können manche Menschen von ihm lernen.

Ratten haben Mitleid

Auch dazu schauten wir auf die “tierchenwelt.de”-Seiten:

Sie gehören zu den wenigen Tieren, die die Metakognition beherrschen; dieser Begriff bezeichnet die Fähigkeit, sich mit den eigenen Gedanken, Meinungen und Einstellungen auseinanderzusetzen.

In einem berühmten Experiment von 1958 bekamen Ratten erst dann Futter, wenn sie ihren Artgenossen durch Betätigen eines Hebels einen elektrischen Schlag versetzten. Die Ratten weigerten sich, ihren „Kumpels“ das anzutun, selbst wenn sie dafür auf Futter verzichten mussten.

Fazit

Man fragt sich: „… ist das nicht bereits „Moral“…

Kapuzineraffen wollen Gerechtigkeit

Bleiben wir noch ein wenig beim Thema „Kultur“ – und fragen nach bei “tierchenwelt.de”:

Kapuzineraffen haben einen „Sinn“ für Gerechtigkeit. In einem Experiment gab man den Affen kleine Spielsteine, die sie gegen Futter eintauschen konnten.

Während ein Affe dafür eine Gurke bekam, erhielt ein anderer eine leckere Traube. Ein dritter Affe durfte die Situation beobachten und weigerte sich, seinen Spielstein gegen eine Gurke einzutauschen; er verlangte die Traube. Noch größer war der Ärger bei den anderen, wenn ein Affe eine Traube erhielt, ohne dafür seinen Spielstein abzugeben.

Doch hört: war einer allein, dann ging es auch ohne Gegenleistung.

Fazit

Absolut menschlich…

Über die „Kultur bei Tieren“

Dazu Dr. Karsten Brensing, Meeresbiologe und Verhaltensforscher:

„Was Tiere wirklich empfinden und denken, ist noch weitestgehend unerforscht. Klar ist jedoch, dass Tiere nicht allein nach ihren Instinkten handeln. In unserem Sprachgebrauch haben Menschen Kultur, Tiere aber nicht. Aber diese Aussage hat sich weiterentwickelt; heute sind viele Forscher, die sich mit dem Begriff beschäftigen, der Meinung, dass man Kultur besser darüber definiert, was sie zeigt – und Tiere zeigen Mitgefühl…“

Tier-Kultur im „Totenkult“

Stirbt ein wichtiges Leittier einer Elefantenherde, dann kommen weit entfernte Artgenossen zum Abschied nehmen. Sie bedecken den Leichnam mit Ästen und Büschen und verweilen bei ihm. Forscher gehen davon aus, dass die Tiere genau wissen, vor wem sie stehen, und dadurch eine Vorstellung vom Tod haben.

Bei Schimpansen hat man beobachtet, wie sie sich beibringen, ihre Babys zu mumifizieren, damit sie ihre verstorbenen Jungtiere mit sich herumtragen können – mehrere Monate sogar.

Fazit

Wir können nur erahnen, welche tierischen Fähigkeiten noch zu entdecken sind”…

„Was verstehen Sie darunter?“

…fragt ein User – und zitiert unseren „Leitgedanken“:

Da machen Pharmazieunternehmen Werbung für ihre Naturprodukte, als hätten sie diese erfunden; dabei ist die Erkenntnis über die pharmakologischen Wirkungen uralt.“

Gemeint ist: „reflektiertes“ Wissen erlaubt es den Menschen nicht, es für sich zu reklamieren und als ihre „Idee“  zu verkaufen. Nennen wir die Dinge beim Namen: Wenn es um die Natur geht (gemeint ist Natur in der „Urform“), dann können Wissenschaftler allenfalls das Wissen darüber erweitern, indem sie etwas Neues entdecken; damit „erfinden“ sie aber in Wirklichkeit nichts Neues.

Vielleicht hatte Simplicius die Absicht, mit seinen Vergleichen aus der Tierwelt auf diesen Umstand hinzuweisen, ihn für den Laien verständlich zu machen – aufzuklären…

Es ist längst nicht vollkommen…

Vermessen wäre es zu sagen, dass hier bereits alle Klugheit der Tiere dargestellt ist; deshalb richte ich die Bitte an alle Leser dieser Seiten: „Helft mit und gebt uns euer Wissen kund – entweder als Kommentar oder direkt via mail an: salemedition@t-online.de

It would be presumptuous to say that the whole “animal world” is represented here; I therefore appeal to all readers of these pages: “Help us and tell us what you know about “intelligent animals” – either in the comments or directly by mail.

Il serait présomptueux de dire que tout le « monde animal » est ici représenté ; J’en appelle donc à tous les lecteurs de ces pages : “Aidez-nous et dites-nous ce que vous savez sur les “animaux intelligents” – soit dans les commentaires, soit directement par mail.

Θα ήταν αλαζονικό να πούμε ότι όλη η «εξυπνάδα των ζώων» εκπροσωπείται ήδη εδώ. Γι’ αυτό ζητώ από όλους τους αναγνώστες αυτών των σελίδων: «Βοηθήστε μας και πείτε μας ό,τι γνωρίζετε – είτε ως σχόλιο είτε απευθείας μέσω email στη διεύθυνση.

Est quod inconveniens esset dicere quod tota natura hic figuratur. Ideo omnes lectores harum paginarum invoco: “Adiuva nos et indica nobis quae scis de “animalibus callidis” – sive in commentaris sive in electronicis directe.

Und endlich sind sie an-„erkannt“…

Heute sind sich die Wissenschaftler weitgehend darin einig, dass es Intelligenz und Bewusstsein bei Tieren gibt; zu den „Erkenntnissen“ unseres Protagonisten nennen sie weitere Fähigkeiten:

Ameisen, die sich für die Gemeinschaft engagieren / Kommunikation der Tiere untereinander / Eichelhäher wissen, dass ihre Artgenossen Diebe sind.- Rollentausch bei den Primaten

Abgesehen von der wissenschaftlichen Erkenntnis weiß der “Volksmund” schon lange, was Tiere auszeichnet:

 „Tiere und kleine Kinder sind der Spiegel der Natur.“ Epikur von Samos – „Weh dem Menschen, wenn nur ein einziges Tier im Weltgericht sitzt.“ Christian Morgenstern –  „Pferdeverstand ist das, was Pferde davon abhält, auf künftiges Verhalten der Menschen zu wetten.“ Oscar Wilde –  „In der Einfalt eines Tieres liegt große Weisheit mit Verlaub – und manchmal liegt große Torheit in der Weisheit der Gelehrten.“ Bernhard Shaw –  „Man hat nicht ein Herz für Menschen und eines für Tiere. Man hat ein einziges Herz oder gar keins.“  Alphonse de Lamartine –  „Tiere sind unsere Brüder, die großen wie die kleinen. Erst in dieser Erkenntnis gelangen wir zum wahren Menschentum.“ Albert Schweitzer ( (Quelle: tiere-online-de, Albert-Schweitzer-Stiftung)

Fazit

Damit erfährt Simplicius seine endgültige „Rehabilitierung“

Wir haben gesehen…

…dass der Mensch viel lernen konnte von den Tieren; doch wie ist es umgekehrt – kann das Tier auch beim Menschen „abschauen“? Kluge Tiere fangen erst gar nicht damit an. In Johannes Buridan‘s Fabel aus dem 14. Jh. verhungert ein Esel zwischen zwei gefüllten Trögen, weil er sich für keinen der beiden entscheiden kann.

Fazit

Tiere sind frei von Vorlieben und Illusionen; sie wissen, was ihnen gut tut – und handeln danach.

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