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“Um des Wissens Willen begreifen…

…nicht wegen irgendeines Nutzens..“ –  meint Aristoteles; das sahen die Tiere aber anders:

©Salem Edition

 

Da machen Pharmazieunternehmen Werbung für ihre Naturprodukte, als hätten sie diese erfunden; dabei ist die Erkenntnis über die pharmakologischen Wirkungen uralt. Und wer hatte sie zuerst? Na – die Tiere! Wieso? Lesen – dann wisst ihrs.

Aus dem Inhalt – in dieser Reihenfolge anklicken:

Können Tiere sprechen? Können Tiere lesen?

Was Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen erzählt…

Wer ist der „Abentheuerliche Simplicissimus Teutsch“?

Christoffels Lehr- und Wanderjahre

Der Hirtenbub kann Philosophus werden

Die Klugheit der Tiere

Tier- und Pflanzenwelt – Natürliche Einheit*

Pflanzen mit Heil- und “Nebenwirkungen

Wie Spinnen und Schlangen sich zu helfen wissen

Was Bienen und Bären verbindet

Wer dem Adler geraten hat…

Nestbau – eine „Wertarbeit“…

Vogelschwärme – ein „Faszinosum “..

Die Vögel wissen es…

Simplicius kommt zum Schluss

Tiere und Menschen haben „eine Geschichte“

Credo – in Memoriam Jacq

Medicinae antiquitatis

„Erhellendes“ Mittelalter

Wir haben gesehen…

Und endlich sind sie an-„erkannt“…

Es ist längst nicht vollkommen…

„Was verstehen Sie darunter?“

Über die „Kultur bei Tieren“

Kapuzineraffen wollen Gerechtigkeit

Ratten haben Mitleid

Ad drei: Der intelligente Papagei

Wie viel Mensch steckt im Tier?

Den Ursprung ermitteln (Genealogeō)

Die Stammesgeschichte des Menschen..

„Homo sapiens“

“Aurignacien” nennt man die Kultur…

„Philosophen“ über Tiere und ihre Seele

Kluge Tiere – Auditorium Teil 2

Tier und Seele – ad 3

… last but not least

Zu „höheren Stufen des Seins“

Tiere und „Streitkultur“

Domestizierung – Prozess der Veränderung

Tiere und Therapie – klingt logisch

Tiere öffnen Herzen

Tiere als Türöffner..

Der Götter „Nutz“-Tiere

Sich selbst im Weg stehen..

UnTier? – UnSinn!

Mein Jacq könnte viel erzählen..

Betrachtet die Vögel des Himmels…

Offener Brief der Tierwelt

Ein Tier, das sich beim Aufstehen streckt…

Impressum

Idee, Text und Realisation:   © Bert Teklenborg

Protagonist und Dolmetsch: Jacq (Titelfoto) – 15 Jahre treuer Freund und Begleiter auf “Jakobswegen”

Bert Teklenborg war zuerst Schiffbauer, studierte BWL und kam via Markenartikel-Management ins tourist. Verlagsmarketing. Reisen führten ihn rings ums Mittelmeer und bis in den Norden Europas. Ein Höhepunkt war das „Erlebnis Mesopotamien“ – über Aleppo und Damaskus zum Euphrat und Tigris.

Seine „Leidenschaft Griechenland“ sah ihn ein paar Jahre auf der Peloponnes – dort begann ein neues Kapitel seiner Lebensgeschichte. Unter dem Pseudonym „Gilbert Belo“ verfasste er den ersten Teil einer Autobiografie, die mit dem Ausstieg aus Business und Gesellschaft endet (siehe „Der Seele ungeheure Kluft“ )

Fragen und Kommentare unter www.salemedition.de
Literaturnachweis

Grimmelshausen – Der Abenteuerliche Simplicissimus… (dtv München 1997) – Der „Abentheuerliche Simplicissimus Teutsch”  (Projekt-Gutenberg.org) – Dörfler/Roselt, Heilpflanzen gestern und heute – Heilpflanzen-Welt (bücher-heilpflanzen.de-Dioskuriedes) -Lehrpfad zur Evolution (evolutionsweg.de) – Fabeln von Aesop (udoklinger.de) – Das Leben – Wie ist es entstanden? (wol.jw.org/de)  – Können-Tiere-denken (welt.de/print-welt) – Alles über Vögel  (nabu.de/tiere-und-pflanzen) – Tiere und Aberglauben (museum-joanneum.at)

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Nenn mich nie mehr “Esel”…

Hallo nach der Sommerpause; noch gibt es wenig Anregung aus dem WordPress-Forum zum Thema “Kluge Tiere” – dabei könnten wir aus der aktuellen Diskussion genügend Beiträge schöpfen.

Lasst mich beginnen mit einer überzeugenden Aktion kluger Esel. Es ist wie beim Menschen: manche machen es vor, bis einer auf die Idee kommt:

Schaut euch an, wie klug Esel sein können…

Sendet eure Fragen und Ideen via mail an salemedition@t-online.de – wir machen daraus ein interessantes Herbst- und Winterprogramm.

Ein Tier, das sich beim Aufstehen streckt…

..ist gesund; denn wenn es das nicht tut, ist es krank – sagt eine alte Bauernregel.

„Es gehört zur Natur der Wirbeltiere, den Tag mit Recken und Strecken zu beginnen; Muskeln und Gelenke sind in der Bewegung und im Schlaf unterschiedlich gefordert. Als Zweibeiner benötigt der Mensch ohnehin mehr Übergangszeit vom liegen zum stehen.“

Quelle: Ulf Böhmig, Natürliche Heilkunde

Jetzt in den Urlaubs- und Ferientagen haben wir Zeit – sollten beim Aufstehen daran denken; etwa 10 Minuten setzt der Therapeut an für

– Aufwachen und Lächeln (geht auch ohne fröhlich sein; Kinder tun das instinktiv) – danken für die Ruhe der Nacht

– noch im Bett sich strecken wie ein Kalb; linkes Bein anziehen, rechter Arm nach hinten; rechtes Bein u.s.w.

Schon mal was vom „Katzenbuckel“ gehört?

„Vor dem Aufstehen erstmal richtig strecken und dehnen – das tun viele Katzen gern. Hierbei werden nicht nur die Beine lang ausgestreckt, sondern auch der Rücken als Buckel nach oben gewölbt und somit gedehnt. Beim Yoga wurde eine Übung nach dem Katzenbuckel benannt; sie dient der Dehnung des Rückens, der Stärkung des Wirbelsäulenbereichs und soll gegen Verspannungen im Nacken helfen.“

Quelle: vtg-tiergesundheit-de

Fazit:

Katzen scheinen zu wissen, wie sie sich locker und beweglich halten…

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PS. Den Lesern wünsche ich einen „Schönen Urlaub“; wir sehen uns wieder im Herbst – PSS. Eure Ideen zum Thema sind gefragt.

Offener Brief der Tierwelt

Wir Tiere haben – wie der Mensch – eine Wahrnehmung, eine „sinnliche Vorstellung“ von Lust und Schmerz, fühlen was gut tut – und was nicht.

(Foto: Welt.de)

„Das Streben, Leid zu vermeiden, das eigene Leben zu entfalten, entspringt allen Lebewesen; es ist ihr Ziel, unabhängig von (menschlichen) Interessen. Der wesentliche Unterschied zwischen Mensch und Tier kann im „vernünftigen Seelenteil“ liegen, der mehr sein sollte als instinkt-, trieb- oder gefühlsgeleitet“.

Der Mensch sollte ein vernunftbegabtes Lebewesen sein, das mit der Tierwelt nicht nur die „physiologischen Mechanismen“ teilt, sondern mit seinem sinnlichen und geistigen Vermögen „..in der Mitte zwischen Gott und den Tieren steht, sich nach beiden Seiten neigt und seine besten Kräfte betätigt“. Das ist es, was den Mensch vom Tier unterscheiden kann. Und diese „Bewusstheit“ beim Menschen ermöglicht ein vernünftiges Zusammenleben mit den Tieren.

Fazit: Verstehen – und weitersagen…

(Quelle: Aristoteles, De Anima; akademie-rs.de-naturwissenschaft)

Betrachtet die Vögel des Himmels…

Was wären diese Beiträge wert, wenn sie nicht zu einer „Aufklärung“ der Tiere über Menschen führten;  deshalb noch mehr über uns – frei nach de Mello.

Da hatte einer entdeckt, dass es ganz einfache Dinge sind, die den Menschen glücklich machen, wie Selbst- und Nächstenliebe, aber auch Hinweise gab wie dieser: „Betrachtet die Vögel des Himmels, sie sähen nicht…“  – konträr zum falsch interpretierten „Macht euch die Erde untertan..

(Foto: youtube.com-channel)

Mit diesem gesunden Menschenverstand ging er zu einfachen Leuten, zu Hungernden, Kranken und Armen, verkündete die „Frohe Botschaft“ in seinem Dorf, besuchte weitere Wohnstätten und auch dort war man froh und wollte ihm danken, aber er war schon weiter gezogen. Ihm lag nicht an Anerkennung oder Dank – ihm war ihr Wohlergehen wichtiger.

So erfuhren alle davon und auch die „Schriftgelehrten“ hörten es, die aber mit der Sorge, ihr Ansehen würde beschädigt – und sie beschlossen, ihn umzubringen. Das hätte übel ausgehen können, denn neben dem „Volk“ gab es auch Menschen, die ihren Wohltäter vermissten. Also fertigten sie ein Bild des Mannes, stellten es auf den Altar im Tempel, und leiteten die Leute an, das Bild zu verehren. „Verehrung und Kult“ – anstatt die „Frohe Botschaft“ zu leben.

Fazit:

„Gott-sei-Dank“ brauchen Tiere keinen Kult – sie leben die „Frohe Botschaft“ der Natur…

Mein Jacq könnte viel erzählen

Bleiben wir noch ein wenig bei de Mello; sein Buch „Bewusstsein“ hat mich und meinen Hund in schönen, aber auch schwierigen Phasen begleitet. Das hättet ihr erleben sollen, wie er am Abend nach gemeinsamen Wanderungen neben mir saß mit gespitzten Ohren, wenn ich ihm daraus vorgelesen habe – etwa so:

„Betrachte mich nach der Devise: kein Urteil, kein Kommentar, keine Stellungnahme; beobachten, ansehen ohne den Wunsch, etwas zu verändern.” Das haben Tiere den Wissenschaftlern empfohlen, wenn sie etwas über sie erfahren wollten. Einfach nur beobachten; keine Versuche, sie zu dressieren oder irgendetwas anderes mit ihnen anzustellen.

Ich habe es ausprobiert; mit dieser Einstellung im Umgang mit anderen Menschen oder Situationen erlebte ich eine Veränderung bei mir, die einfach geschah, ohne etwas dafür zu tun.

Es entwickelt sich eine Form der Bewusstheit, des „Wachwerdens“ – und schafft sich eine eigene Disziplin…

UnTier? – UnSinn!

Unsinn ist das Gegenteil von Sinn – ein „…von Substanz und Logik gelöster Sinn“. So gesehen müsste ein Untier völlig verschieden sein „…von Substanz, Sinn und Logik der Tiere.“ – Das wird niemals zutreffen; die Wissenschaft bestätigt: „Ein Tier kann nie anders sein als es selbst.“

Das „Untier“ existiert nur in der menschlichen Phantasie; aber man hört viel von Unmenschen, die Böses tun…

(Foto: geo-geolino-de)

 „Ein Mensch, der sein Leben wirklich lebt, könnte sich an der Disziplin der Tiere orientiert haben: ein Tier isst nie zu viel, in seiner natürlichen Umgebung wird es niemals zu dick, es würde nie etwas essen, was seiner Gesundheit schaden könnte (sagte schon Simplicius). Es würde niemals Zigaretten rauchen, bewegt sich so viel wie es braucht. Beobachten Sie eine Katze nach ihrer Mahlzeit, sehen wie sie ausruht – und wie sie mit einem Sprung in Aktion ist; das haben wir verloren…“

Quelle: de Mello – Awareness/Bewusstsein; Doubleday-Inc.

Die Menschen von heute sind „Kopf gesteuert“, haben sich an ihren Ideen und Idealen festgebissen; ständig heißt es „weiter, weiter“. Klappt es nicht wie geplant, leiden sie an „Inneren Konflikten“, machen sich Vorwürfe, plagen sich mit Schuldgefühlen.

All das kennen Tiere nicht…

Sich selbst im Weg stehen..

…gibt es bei Tieren nicht; Innere Konflikte, den „inneren Widerspruch“? Pläne? Vorurteile? – all  das kennen Tiere nicht. Und sie brauchen keine Erklärung für selbstverständliche Dinge.

Schau mir in die Augen…

Was Wissenschaftler „intelligent“ ausdrücken, wissen wir schon lange – so wie das hier: „Ein Tier kann nicht böse sein...” – Und dann kommen sie zum Wesentlichen:

„Untersuchungen haben gezeigt, dass die Hirn-Areale, die beim Menschen entscheidend für das Entstehen von Emotionen sind, nicht erst in den letzten Schritten unserer Evolution entstanden sind. Vielmehr handelt es sich um „alte“ Strukturen, die wir mit allen Säugetierarten teilen.“

(Quelle: ethologisch.de-haben-tiere-gefuehle)

Diese „Hirn-Areale“ sind für die gleichen Aufgaben verantwortlich; die Teile des Gehirns, die beim Menschen aktiv wirken, tun dies auch bei Säugetieren. Bleibt die Frage nach dem subjektiven Empfinden.

Aber ist Empfinden – das Gefühl – nicht das Wesentliche an einer Emotion!

Fazit

Tiere leben die Liebe (gr. Storge und Philia); sie leben Freude und Freundschaft, die höchste Form der Liebe…

Der Götter „Nutz“-Tiere

Tiere als göttliche Begleiter gibt es seit Menschengedenken – im wahrsten Sinne des Wortes. Aus dem Zweistromland von Euphrat und Tigris kennt man sie, in naturgetreuen Abbildungen: den Löwen der Istar, den Stier des Wettergottes Adad und den Hund der Gula. Dann hat man noch den Löwenadler von Ningirsu und den Stiermenschen als Gott Utu/Samas entdeckt.

(Foto Pergamon-Museum Berlin)

Später spielt die Darstellung „starker“ Tiere bei der Inszenierung von Königen und Fürsten eine wesentliche Rolle – als “Symbole der Macht und Würde”. Und auch die vier Evangelisten brauchten sie; ihnen hat der Kirchenvater Hieronymus im 4. Jh diese Symbole „zugeordnet“: der Löwe steht für Markus, der Stier für Lukas, der Adler für Johannes und der Mensch für Matthäus.

Er sah “..im Menschen die Weisheit, im Adler Erhabenheit der Gedanken, im Stier (der das Joch trägt) Fügsamkeit und Geduld, im Löwen Mut und Kraft”

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Quelle: www.podcast.de/das-tier-in-kult-und-religion

Tiere als Türöffner..

…für Menschen, deren Biographie und Lebensweg es ihnen schwer macht, sich anderen Menschen zu öffnen. Wir haben gelesen:

„..dass Tiere eine Seele – und Pfoten, Flügel, Flossen, Hufe haben statt Hände; dass es Wesen sind, die vielschichtig mit uns kommunizieren können – über Laute, Mimik, Gestik, Berührung.“

Quelle: tierkommunikation.de

Die tiergestützte Psychotherapie wird angewandt bei Trauma, Ängsten, Zwängen und Schlafstörungen; ein weiterer empfehlenswerter Einsatzbereich ist bei psychologischen Auffälligkeiten und psychischen Erkrankungen. So können Tiere eine psychologische Begleitung im Zuge der Behandlung einer schwerwiegenden Grunderkrankung sein.

Welches Tier das geeignete ist und wie sich die therapeutische Arbeit gestaltet, sollte individuell entschieden werden…

Tiere öffnen Herzen

„Sie helfen körperbehinderten Kindern, psychisch kranken Menschen oder von Demenz Betroffenen: Tiere werden immer häufiger als Co-Therapeuten eingesetzt. Die Wirkung ist oft erstaunlich – und wenn es nur ein Lächeln ist, das kurzzeitig das Leiden vergessen lässt.“

br.de/Tom Fleckenstein
Foto: br.de/fernsehen
Menschen mit Kontakt zu Tieren..

…leben gesünder; sie sind ausgeglichener, fröhlicher und neigen seltener zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Tiere senken den Blutdruck und lösen psychische Blockaden, sie steigern das gesamte Wohlbefinden und geben seelischen Halt, sie wirken kreislaufstabilisierend, schmerzlindernd und muskelentspannend.

Die psychische und emotionale Wirkung eines Tieres ist ausschlaggebend für eine erfolgreiche Therapie. Tiere fragen nicht nach Aussehen, Intelligenz, Status und Einkommen; sie bilden eine Brücke, Betroffene fühlen sich angenommen, Selbstbewusstsein wird gestärkt, Sozialverhalten wird geübt, Misserfolge überwunden.

Neue Impulse und Motivationssteigerung werden erfahren, Verzeihen gelernt…

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